Allgemeine Geschäftsbedingungen
Webwins Medical (www.webwins-medical.de)
Vertragsbedingungen für die Zusammenarbeit mit Arzt- und Zahnarztpraxen
Stand: Juni 2026
1. Geltungsbereich
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen WebWins Medical (Inhaber: Alexander Pichler, Rua Dr. Teofilo Braga 7, 1200-653 Lisboa, Portugal — nachfolgend „WebWins”) und dem Auftraggeber über die in § 2 genannten Leistungen.
- Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB sowie juristischen Personen des öffentlichen Rechts. Verträge mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB werden nicht geschlossen.
- Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Auftraggebers werden nur Vertragsbestandteil, wenn WebWins ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.
2. Vertragsgegenstand und Leistungen
- WebWins erbringt Dienstleistungen im Bereich der digitalen Außendarstellung von Arzt- und Zahnarztpraxen, insbesondere:
- Webdesign und Webentwicklung (Konzeption, Gestaltung, technische Umsetzung)
- Branding und Corporate Design
- Suchmaschinenoptimierung (SEO)
- Konzeption und Verwaltung von Google Ads und anderen Online-Werbekampagnen
- Social-Media-Content und -Management
- Strategische Beratung im digitalen Marketing
- Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem individuellen Angebot oder Projektvertrag. Dieser geht im Konfliktfall diesen AGB vor.
- WebWins erbringt ihre Leistungen mit der branchenüblichen Sorgfalt. Es wird ausdrücklich kein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg geschuldet.
3. Vertragsschluss
Ein Vertrag kommt zustande durch:
- schriftliche oder elektronische Bestätigung des Angebots durch den Auftraggeber,
- Beginn der Leistungserbringung durch WebWins nach Angebotsannahme oder
- ausdrückliche schriftliche Vereinbarung.
4. Vergütung und Zahlungsbedingungen
- Die Vergütung richtet sich nach dem individuellen Angebot. Sofern nicht anders vereinbart, gilt bei Projektaufträgen:
- 50 % bei Projektbeginn (Strategie-Workshop oder Kick-off)
- 50 % bei Live-Schaltung beziehungsweise Projektabschluss
- Laufende Leistungen (Marketing, SEO, Wartung, Content) werden monatlich abgerechnet, jeweils im Voraus.
- Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.
- Bei Zahlungsverzug ist WebWins berechtigt:
- Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu berechnen,
- die Leistungserbringung bis zum Zahlungseingang auszusetzen,
- bei Verzug von mehr als 30 Tagen vom Vertrag zurückzutreten.
- Stornierungen oder vorzeitige Vertragsauflösungen durch den Auftraggeber führen nicht zur Rückzahlung bereits geleisteter Beträge, soweit die entsprechenden Leistungen bereits begonnen oder erbracht wurden.
- Die Rechnungsstellung erfolgt grundsätzlich über den portugiesischen Unternehmenssitz von WebWins. Bei deutschen Auftraggebern findet das Reverse-Charge-Verfahren gemäß § 13b UStG Anwendung.
5. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
- Der Auftraggeber stellt WebWins alle für die Leistungserbringung notwendigen Informationen, Materialien und Zugänge rechtzeitig und vollständig zur Verfügung. Dazu gehören insbesondere:
-
- Texte und Bildmaterial
- Logo, Corporate-Design-Vorgaben
- Praxisinformationen, Behandlungsschwerpunkte
- Zugangsdaten zu bestehenden Systemen (Hosting, Domain, Google, Social Media)
- Inhalte für Impressum und Datenschutzerklärung
- Approbationsnachweise und sonstige berufsrechtlich relevante Dokumente, soweit für die Leistung erforderlich
- Der Auftraggeber stellt sicher, dass er die Rechte an allen von ihm gelieferten Inhalten hält, insbesondere Urheberrechte, Bildrechte, Markenrechte und Persönlichkeitsrechte.
- Freigaben sind innerhalb von 7 Tagen nach Vorlage zu erteilen. Verzögert sich die Freigabe, verschiebt sich der vereinbarte Zeitplan entsprechend.
- Verzögerungen aufgrund mangelnder Mitwirkung des Auftraggebers gehen nicht zu Lasten von WebWins.
6. Leistungsänderungen und Change Requests
- Änderungswünsche, die über den vereinbarten Leistungsumfang hinausgehen, werden nur nach gesonderter schriftlicher Vereinbarung umgesetzt.
- Solche Änderungen werden nach Aufwand zum jeweils gültigen Stundensatz oder nach gesondertem Festpreisangebot abgerechnet.
- Bei Webprojekten sind im Vertragsumfang maximal zwei Korrekturschleifen pro Designphase enthalten, sofern nicht anders vereinbart. Darüber hinausgehende Korrekturen werden separat berechnet.
7. Termine und Fristen
- Vereinbarte Termine sind Zielvorgaben, keine garantierten Fertigstellungsdaten, sofern nicht ausdrücklich als Fixtermin vereinbart.
- Verzögerungen aufgrund mangelnder Mitwirkung des Auftraggebers, Drittanbieter-Störungen oder höherer Gewalt verlängern die Frist entsprechend.
8. Haftung — Allgemein
- WebWins haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden aufgrund vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Handelns.
- Bei leichter Fahrlässigkeit haftet WebWins nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), und auch dann begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
- Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist in jedem Fall auf den Wert des jeweiligen Einzelauftrags begrenzt, maximal jedoch auf 10.000 € pro Schadensereignis.
- Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
- Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten von Erfüllungsgehilfen und Subunternehmern von WebWins.
9. Haftung für Inhalte und rechtliche Konformität
- Der Auftraggeber ist allein verantwortlich für alle Inhalte, die im Rahmen der Leistungserbringung verwendet werden, insbesondere:
- Texte, Bilder, Videos, Grafiken
- medizinische Aussagen, Behandlungsbeschreibungen, Patienteninformationen
- Werbeaussagen und Heilversprechen
- Impressums- und Datenschutzangaben
- Cookie-Einwilligungsbanner und Cookie-Konfiguration
- Patientenstimmen und Bewertungen
- WebWins übernimmt keine rechtliche Prüfung der Inhalte und keine Beratung zu medizinrechtlichen, datenschutzrechtlichen oder wettbewerbsrechtlichen Fragen. Insbesondere prüft WebWins nicht die Einhaltung des Heilmittelwerbegesetzes (HWG), der Berufsordnungen für (Zahn-)Ärzte, der ärztlichen Werbebeschränkungen oder vergleichbarer Bestimmungen.
- Der Auftraggeber verpflichtet sich, alle Inhalte vor Veröffentlichung selbst auf rechtliche Zulässigkeit zu prüfen oder durch eine fachkundige Stelle (Anwalt, Berufskammer) prüfen zu lassen.
- Der Auftraggeber stellt WebWins von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus der Veröffentlichung oder Verwendung der vom Auftraggeber gelieferten oder freigegebenen Inhalte resultieren. Dies umfasst insbesondere:
- Abmahnungen wegen Urheberrechts-, Marken- oder Persönlichkeitsrechtsverletzungen
- Abmahnungen wegen Verstößen gegen das Heilmittelwerbegesetz oder die Berufsordnung
- Bußgelder und Schadensersatzforderungen aus Datenschutzverstößen
- Anwalts-, Gerichts- und Vergleichskosten
- Die Freistellungsverpflichtung umfasst auch die Kosten der notwendigen Rechtsverteidigung.
10. Technische Drittkomponenten und Web-Schriftarten
- WebWins setzt im Rahmen der Leistungserbringung technische Komponenten Dritter ein, beispielsweise:
- Hosting-Anbieter (z.B. Webflow, Vercel)
- Schriftarten-Dienste (z.B. Google Fonts, Adobe Fonts)
- Tracking- und Analyse-Tools (z.B. Google Analytics, Meta Pixel)
- Terminbuchungssysteme (z.B. Doctolib, Jameda)
- Werbeplattformen (z.B. Google Ads, Meta Ads)
- Content-Delivery-Networks und Schriftarten-Server
- Die rechtskonforme Einbindung solcher Dienste, insbesondere im Hinblick auf DSGVO und Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG), liegt in der Verantwortung des Auftraggebers.
- WebWins setzt nach Möglichkeit datenschutzfreundliche Standardkonfigurationen ein (z.B. lokale Einbindung von Schriftarten anstelle dynamischer Nachladung). Eine Garantie für vollständige rechtliche Konformität wird jedoch nicht übernommen, da diese auch von Konfigurationen, Consent-Management und nachgelagerten Änderungen abhängt, die in der Verantwortung des Auftraggebers liegen.
- Der Auftraggeber ist verpflichtet, ein funktionierendes Consent-Management-System (Cookie-Banner) zu betreiben und dieses laufend aktuell zu halten.
- Für Abmahnungen, Bußgelder oder Schadensersatzforderungen, die aus der Einbindung oder Nutzung von Drittkomponenten resultieren (z.B. wegen dynamischer Google-Fonts-Einbindung, fehlender Cookie-Einwilligung, fehlender Datenschutzhinweise), haftet WebWins nicht, sofern die Einbindung nach dem branchenüblichen Stand der Technik erfolgt ist.
- WebWins haftet nicht für:
-
- technische Änderungen oder Ausfälle der Drittanbieter
- Änderungen von Plattform-Algorithmen oder -Bedingungen
- Preisänderungen der Drittanbieter
- Rechtsänderungen, die nachträglich Anpassungen erforderlich machen
11. Datenschutz und DSGVO
- Soweit WebWins im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Parteien einen separaten Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO.
- Die Erstellung der Datenschutzerklärung des Auftraggebers obliegt diesem selbst, gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines Anwalts oder Datenschutzbeauftragten. WebWins erbringt keine datenschutzrechtliche Beratung.
- Der Auftraggeber stellt sicher, dass die Datenschutzerklärung alle eingesetzten Dienste, Cookies und Datenverarbeitungen vollständig abdeckt.
12. Online-Marketing — Erfolgsausschluss
- Bei Marketingmaßnahmen schuldet WebWins die fachgerechte Durchführung der vereinbarten Leistungen. Ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg wird ausdrücklich nicht geschuldet.
- Insbesondere werden nicht garantiert:
- bestimmte Google-Rankings oder Platzierungen
- bestimmte Klickpreise oder Conversion-Raten
- eine bestimmte Anzahl an Anfragen oder Neukunden
- bestimmter Umsatz oder Gewinn
- die Aufrechterhaltung erreichter Rankings nach Algorithmus-Änderungen
- Werbebudgets (z.B. Google Ads, Meta Ads) werden vom Auftraggeber direkt an die jeweilige Plattform gezahlt und sind nicht in der Agenturvergütung enthalten.
13. Cold Outreach und Direktansprache
- Sofern WebWins im Auftrag des Auftraggebers Marketingmaßnahmen zur Direktansprache (z.B. E-Mail-Outreach, LinkedIn-Kontaktaufnahme) durchführt, erfolgt dies ausschließlich im Namen und im Interesse des Auftraggebers.
- Der Auftraggeber bestätigt, dass die Durchführung solcher Maßnahmen rechtlich zulässig ist und alle erforderlichen Einwilligungen oder berechtigten Interessen vorliegen.
- WebWins haftet nicht für Ansprüche Dritter (Abmahnungen, Bußgelder) im Zusammenhang mit solchen Direktansprache-Maßnahmen.
14. Urheberrechte an erstellten Werken
- Alle von WebWins erstellten Designs, Konzepte, Codes und Inhalte bleiben bis zur vollständigen Zahlung der vereinbarten Vergütung Eigentum von WebWins.
- Nach vollständiger Zahlung erhält der Auftraggeber ein einfaches, zeitlich und räumlich unbegrenztes Nutzungsrecht für den vereinbarten Verwendungszweck.
- Eine Weitergabe der Werke an Dritte oder eine Bearbeitung durch Dritte bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung von WebWins.
15. Referenznutzung
- WebWins ist berechtigt, abgeschlossene Projekte als Referenz zu verwenden, insbesondere:
- in Portfolio, Case Studies und Marketingmaterialien
- auf der Website und in Social Media
- in Pitch-Decks und Angebotsdokumenten
- Der Auftraggeber kann der Referenznutzung schriftlich widersprechen.
16. Laufzeit und Kündigung
- Bei laufenden Marketingverträgen (SEO, Content, Wartung) gilt eine Mindestlaufzeit von 3 Monaten, sofern nicht anders vereinbart.
- Nach Ablauf der Mindestlaufzeit kann der Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende gekündigt werden.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
- Kündigungen bedürfen der Textform; E-Mail genügt.
17. Höhere Gewalt
WebWins haftet nicht für Verzögerungen oder Leistungsausfälle aufgrund höherer Gewalt, insbesondere Naturkatastrophen, Pandemien, Streiks, Cyberangriffe oder behördliche Maßnahmen.
18. Vertraulichkeit
Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der anderen Partei während und nach Beendigung des Vertrags vertraulich zu behandeln und nur für Zwecke der Vertragserfüllung zu verwenden.
19. Schlussbestimmungen
- Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen dieser AGB oder des Vertrags bedürfen der Textform.
- Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung wird durch eine wirksame ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
20. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag ist — soweit gesetzlich zulässig — der Sitz des Auftraggebers, sofern dieser Unternehmer ist.